Nein: Bei normalem Gebrauch ist eine Teflonpfanne nach Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) nicht gesundheitsschädlich. Kritisch wird es erst, wenn die Pfanne überhitzt, denn oberhalb von etwa 360 °C kann die Beschichtung schädliche Dämpfe abgeben. Die größere Sorge rund um PTFE betrifft heute die Umwelt: PFAS können bei Herstellung und Entsorgung freigesetzt werden.
Das Wichtigste
- PTFE ist das Material der Antihaftbeschichtung und gehört zu den PFAS; Teflon™ ist ein Markenname.
- PFOA ist in der EU seit 2020 verboten, „PFOA-frei“ sagt deshalb nichts über PTFE oder andere PFAS.
- Bei normalem Gebrauch sind laut BfR keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erwarten; kritisch wird es bei Überhitzung oberhalb von etwa 360 °C.
- Die größere Sorge rund um PTFE betrifft heute die Umwelt.
Dieser Beitrag ordnet die Begriffe PTFE, PFOA, GenX und PFAS nüchtern ein und zeigt, was die Behörden tatsächlich sagen. Einen Überblick über alle Pfannenmaterialien und ihre Vor- und Nachteile finden Sie in unserem Ratgeber Welche Pfanne ist die gesündeste?
Sind Teflon und PTFE das Gleiche?
Im Alltag ja, streng genommen nicht ganz. PTFE steht für Polytetrafluorethylen, einen Kunststoff aus sehr langen Ketten von Kohlenstoff- und Fluoratomen. Er ist extrem glatt und hitzebeständig und deshalb seit Jahrzehnten das Standardmaterial für Antihaftbeschichtungen.
Teflon™ ist dagegen ein eingetragener Markenname des Chemiekonzerns Chemours. Umgangssprachlich wird „Teflon“ für jede PTFE-Beschichtung verwendet, auch wenn der Hersteller seine Beschichtung selbst produziert. Tefal etwa schreibt, dass seine Pfannen PTFE-Antihaftbeschichtungen haben, aber kein Teflon™ verwenden. Für Ihre Gesundheit ist diese Unterscheidung bedeutungslos: Entscheidend ist, ob PTFE in der Beschichtung steckt, nicht, welcher Markenname darauf steht.
PTFE, PFOA, GenX, PFAS: die Begriffe im Überblick
| Begriff | Was es ist | Rolle bei Pfannen | Status in der EU |
|---|---|---|---|
| PFAS | Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, eine Gruppe aus tausenden Stoffen, oft „Ewigkeitschemikalien“ genannt | Oberbegriff; PTFE gehört dazu | Umfassende Beschränkung wird geprüft, noch nicht beschlossen |
| PTFE | Fluorpolymer, also ein Kunststoff | Das Material der Antihaftbeschichtung selbst | Erlaubt |
| PFOA („C8“) | Perfluoroctansäure, ein kleines Molekül mit acht Kohlenstoffatomen | Früher Hilfsstoff bei der Herstellung von PTFE | Verboten seit dem 4. Juli 2020 |
| GenX (HFPO-DA) | Ebenfalls eine kleine Fluorverbindung | Ersatzstoff für PFOA bei der Herstellung von Fluorpolymeren | Von der ECHA 2019 als „besonders besorgniserregender Stoff“ eingestuft |
Warum PTFE zu den PFAS zählt: Die OECD definiert PFAS seit 2021 als fluorierte Stoffe, die mindestens eine vollständig fluorierte Methyl- oder Methylengruppe (–CF3 oder –CF2–) enthalten. PTFE besteht praktisch nur aus solchen –CF2–-Gruppen. Auch das BfR führt PTFE als PFAS, und Tefal bezeichnet PTFE als Teil dieser Stofffamilie.
Ist PFOA in Teflon?
In Pfannen, die heute in der EU verkauft werden, sollte kein PFOA mehr enthalten sein. PFOA wurde früher als Hilfsstoff eingesetzt, um PTFE herzustellen. Die großen Hersteller haben es im Rahmen eines Programms der US-Umweltbehörde EPA bis 2015 aus der Produktion genommen. In der EU ist PFOA seit dem 4. Juli 2020 über die POP-Verordnung verboten, mit sehr niedrigen Grenzwerten für Restmengen. Tefal gibt an, seit 2012 kein PFOA mehr zu verwenden.
Wer nach „Teflon giftig C8“ sucht, stößt auf diese Geschichte: „C8“ ist ein alter Name für PFOA. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hat PFOA 2023 als krebserregend für den Menschen eingestuft (Gruppe 1). Diese Einstufung gilt für PFOA, nicht für den Kunststoff PTFE.
Ist „PFOA-frei“ gleich „PFAS-frei“?
Nein. Da PFOA ohnehin verboten ist, sagt der Hinweis „PFOA-frei“ über eine Pfanne nichts aus. Eine PTFE-Beschichtung bleibt eine PFAS-Beschichtung, auch wenn bei ihrer Herstellung kein PFOA verwendet wurde. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass „PFOA-frei“ in der Regel bedeutet, dass PFOA durch andere Fluorverbindungen ersetzt wurde, etwa durch GenX. Sie rät deshalb, auf „PTFE-frei“, „PFAS-frei“ oder „fluorfrei“ zu achten.
Wie wenig die Verpackung verrät, zeigte die Verbraucherzentrale Hamburg im April 2025: Sie ließ sechs Antihaftpfannen bekannter Marken auf organisches Fluor untersuchen. In vier Beschichtungen fand das Labor hohe Mengen. Keine der sechs Pfannen wies auf PFAS hin; Hersteller wie Berndes und Tefal werben stattdessen mit „PFOA-frei“.
Ist Teflon giftig? Was BfR und FDA sagen
Für den normalen Gebrauch sind die Behörden deutlich. Das BfR schreibt in seinen Fragen und Antworten zu PTFE-Geschirr, dass die möglicherweise freigesetzten Mengen fluorierter Stoffe bei bestimmungsgemäßem Gebrauch so gering sind, dass gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht zu erwarten sind. Die US-Lebensmittelbehörde FDA kommt zum gleichen Ergebnis: Studien zeigten, dass nur vernachlässigbare Mengen PFAS aus solchen Beschichtungen in Lebensmittel übergehen.
Zur Einordnung gehört auch: Das BfR stützt sich auf veröffentlichte Studien und hat nach eigener Angabe keine eigenen Messdaten zum Übergang von PFAS aus PTFE-Geschirr.
Überhitzung: ab wann wird es kritisch?
Das eigentliche Gesundheitsrisiko entsteht bei zu starker Hitze. Nach Angaben des BfR kann sich PTFE oberhalb von 360 °C zersetzen und gesundheitsschädliche Dämpfe abgeben. Die Verbraucherzentrale warnt, dass eine leere Pfanne auf modernen Kochfeldern schon nach zwei bis fünf Minuten diese Marke überschreiten kann. Solange Wasser oder feuchtes Bratgut in der Pfanne ist, bleibt die Temperatur deutlich darunter.
Wer die Dämpfe einatmet, kann das sogenannte Polymerfieber bekommen. Laut dem medizinischen Nachschlagewerk StatPearls ähnelt es einer leichten Grippe mit Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Engegefühl in der Brust und Kopfschmerzen. Die Beschwerden setzen meist innerhalb von zwölf Stunden ein und klingen in der Regel nach 24 bis 48 Stunden ab. StatPearls nennt folgende Schwellen: erste Dämpfe ab etwa 260 °C, Symptome beim Menschen meist erst ab 350 °C, Zersetzung ab 400 °C. In den USA wurden den Giftnotrufzentralen zwischen 2006 und 2012 im Schnitt neun Fälle pro Jahr gemeldet, vermutlich mit Dunkelziffer. Dem BfR sind solche Erkrankungen nach eigener Aussage nur aus der industriellen PTFE-Herstellung bekannt, nicht aus Privathaushalten.
Und wenn die Beschichtung zerkratzt ist?
Verschluckte PTFE-Partikel werden laut BfR nicht verdaut und nach derzeitigem Wissensstand unverändert wieder ausgeschieden; eine gesundheitliche Wirkung ist nicht zu erwarten. Offen ist, wie sich kleinste Mikro- und Nanopartikel langfristig verhalten, dazu gibt es kaum Studien. Die Verbraucherzentrale empfiehlt deshalb, stark zerkratzte Pfannen vorsorglich auszutauschen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag Zerkratzte Teflonpfanne: weiter benutzen oder austauschen?
Warum testet Stiftung Warentest keine Teflonpfannen mehr?
Im Pfannentest der Ausgabe test 1/2025 hat Stiftung Warentest 13 Pfannen mit 28 cm Durchmesser geprüft, und zwar ausschließlich Modelle ohne PTFE. Die Begründung ist ökologisch, nicht medizinisch: Bei Produktion und Entsorgung von PTFE-Pfannen können umweltschädliche PFAS in die Umwelt gelangen.
Das ist wichtig für die Einordnung. BfR und Stiftung Warentest widersprechen sich nicht, sie beantworten unterschiedliche Fragen. Das BfR bewertet das Risiko für die Person am Herd, und das ist gering. Stiftung Warentest betrachtet den gesamten Lebensweg der Pfanne, und PFAS sind in der Umwelt extrem langlebig.
Warum wird Teflon verboten?
Stand heute ist Teflon nicht verboten. Verboten ist PFOA, der frühere Hilfsstoff. Deutschland, die Niederlande, Dänemark, Schweden und Norwegen haben 2023 bei der Europäischen Chemikalienagentur ECHA eine umfassende Beschränkung aller PFAS vorgeschlagen. Grund ist ihre Langlebigkeit in der Umwelt. Das abschließende Gutachten des ECHA-Ausschusses für sozioökonomische Analyse wird für Ende 2026 erwartet; danach muss die EU-Kommission einen Vorschlag machen, über den die Mitgliedstaaten abstimmen. Beschlossen ist nichts, und ein Datum für mögliche Regeln zu Pfannen gibt es nicht. Den Stand des Verfahrens erklären wir in unserem Beitrag zum PFAS-Verbot für Pfannen.
PTFE erkennen: So lesen Sie ein Produktblatt
PTFE steht selten groß auf der Verpackung. Diese Hinweise helfen, eine PTFE-Beschichtung zu erkennen:
- Die Materialangabe: „PTFE“, „Polytetrafluorethylen“ oder „Fluorpolymer“ sind eindeutig.
- Eine Temperaturgrenze: Steht in der Anleitung, dass die Pfanne nicht über 230 °C oder 260 °C erhitzt werden soll, ist laut Verbraucherzentrale fast immer PTFE im Spiel.
- Warnungen zum Besteck: „Keine Metallwender verwenden“ oder „nur Holz oder Silikon“ deuten auf eine kratzempfindliche Kunststoffschicht hin.
- „PFOA-frei“ als einziges Versprechen: Ein Hinweis, dass PTFE wahrscheinlich enthalten ist.
- Zusätze wie „Titan“ oder „Keramik“: Manche Beschichtungen sind PTFE mit beigemischten Partikeln. Tefal etwa bietet eine Beschichtung an, die mit Titanpartikeln verstärkt ist. Suchen Sie nach dem ausdrücklichen Hinweis „PTFE-frei“ oder „PFAS-frei“.
Im Zweifel hilft eine kurze Anfrage beim Hersteller; das empfiehlt auch die Verbraucherzentrale Hamburg.

So nutzen Sie eine PTFE-Pfanne sicher
Eine intakte beschichtete Pfanne müssen Sie nicht wegwerfen. Mit diesen Regeln bleibt sie sicher und hält länger:
- Nicht leer aufheizen, besonders nicht auf Induktion oder Gas, wo die Pfanne sehr schnell heiß wird (BfR).
- Niedrige bis mittlere Stufe wählen (Stiftung Warentest). Zum scharfen Anbraten eignet sich eine unbeschichtete Pfanne besser.
- Nicht unbeaufsichtigt auf der heißen Platte stehen lassen.
- Nicht unter dem Grill verwenden und die Höchsttemperatur aus der Herstelleranleitung beachten (BfR).
- Weiche Werkzeuge und ein weicher Schwamm; Stiftung Warentest rät zur Handwäsche statt Spülmaschine.
- Beim Stapeln ein Tuch dazwischenlegen, damit die Beschichtung nicht verkratzt.
- Stark zerkratzte oder abblätternde Pfannen austauschen (Verbraucherzentrale).

Pfannen ohne PTFE: Welche Alternativen gibt es?
Wer PTFE aus Umweltgründen oder aus Vorsicht meiden möchte, hat mehrere Möglichkeiten. Keine davon ist in jeder Hinsicht besser; jedes Material hat eigene Eigenschaften.
| Material | PTFE / PFAS | Was Sie wissen sollten |
|---|---|---|
| Keramikbeschichtung (Sol-Gel) | PTFE-frei, wenn so gekennzeichnet | Im Test 1/2025 schnitten nur 2 von 13 PTFE-freien Pfannen mit „gut“ ab; die Antihaftwirkung ließ oft früh nach |
| Edelstahl | Ohne Beschichtung | Robust und langlebig; bei langem Kochen saurer Speisen gehen messbar Nickel und Chrom über |
| Gusseisen | Ohne Beschichtung | Einbrennen nötig; ÖKO-TEST fand 2025 bei der Hälfte von zehn Gusspfannen problematische Metallübergänge |
| Titan-Kochfläche, unbeschichtet | Ohne Beschichtung | Laut Leitfaden des Europarats (EDQM 2024) „praktisch inert“; leitet Wärme ähnlich wie Edelstahl, braucht also Vorheizen |
Vorsicht bei der Bezeichnung „Titanpfanne“: Viele so beworbene Pfannen haben eine PTFE-Beschichtung mit Titanpartikeln. Was eine echte Titan-Kochfläche von einer Beschichtung unterscheidet und was über Titan und Gesundheit bekannt ist, lesen Sie unter Titanpfanne: gesund oder giftig?
Eine der unbeschichteten Möglichkeiten ist die Untitan-Pfanne: Kochfläche aus Titan, ohne Beschichtung, PFAS-frei. Die gehämmerte Oberfläche erleichtert das Lösen des Bratguts, wenn die Pfanne gut vorgeheizt ist und etwas Fett verwendet wird. Ein Edelstahlboden macht sie für alle Herdarten einschließlich Induktion geeignet; es gibt sie in 26, 28 und 30 cm. Ehrlicherweise gilt aber auch: Titan leitet Wärme nicht besser als Edelstahl, die Pfanne braucht Vorheizzeit, und sie kostet mehr als eine einfache beschichtete Pfanne.
Häufige Fragen
Ist eine Teflonpfanne krebserregend?
Für PTFE ist das nicht belegt. Als krebserregend eingestuft ist PFOA (IARC, Gruppe 1), der frühere Hilfsstoff, der in der EU seit 2020 verboten ist. BfR und FDA sehen bei bestimmungsgemäßem Gebrauch kein Gesundheitsrisiko.
Ist PTFE ein PFAS?
Ja. PTFE erfüllt die PFAS-Definition der OECD von 2021. Auch das BfR und Tefal ordnen PTFE der PFAS-Gruppe zu.
Muss ich meine Teflonpfanne jetzt wegwerfen?
Nein, wenn die Beschichtung intakt ist und Sie die Pfanne nicht überhitzen. Die Verbraucherzentrale rät, stark zerkratzte Pfannen vorsorglich zu ersetzen.
Ab welcher Temperatur ist Teflon gefährlich?
Das BfR nennt 360 °C als Schwelle für gesundheitsschädliche Dämpfe. StatPearls beschreibt erste Dämpfe ab etwa 260 °C, Beschwerden aber meist erst ab 350 °C. Eine leere Pfanne kann diese Werte in wenigen Minuten erreichen.
Quellen
- BfR: Ausgewählte Fragen und Antworten zu Geschirr mit Antihaftbeschichtung aus PTFE (aktualisiert am 02.07.2025)
- Verbraucherzentrale: Pfannen und PFAS – Wie gefährlich ist die Teflon-Beschichtung?
- Verbraucherzentrale Hamburg: PFAS – Labor bestätigt hohe Mengen organischen Fluors in Antihaft-Pfannen (08.04.2025)
- Stiftung Warentest: Pfannen im Test (test 1/2025)
- Stiftung Warentest: Tipps zur Nutzung beschichteter Pfannen
- OECD: Reconciling Terminology of the Universe of Per- and Polyfluoroalkyl Substances (2021)
- Delegierte Verordnung (EU) 2020/784 zu PFOA (POP-Verordnung)
- US EPA: 2010/2015 PFOA Stewardship Program
- ECHA: HFPO-DA (GenX) als besonders besorgniserregender Stoff identifiziert (27.06.2019)
- ECHA: Update on the REACH restriction on PFAS (11.06.2026)
- IARC Monographs Volume 135: PFOA und PFOS
- US FDA: Authorized Uses of PFAS in Food Contact Applications
- StatPearls: Polymer Fume Fever (04.08.2023)
- Tefal: PTFE, die Antihaftbeschichtung von Tefal-Pfannen
- Tefal: Serie Expertise, Beschichtung „reinforced with titanium particles“
- ÖKO-TEST: Gusseiserne Pfannen im Test (22.05.2025)
- Kamerud, Hobbie, Anderson: Stainless Steel Leaches Nickel and Chromium into Foods during Cooking, J Agric Food Chem 2013
- EDQM / Europarat: Metals and alloys used in food contact materials and articles, 2. Auflage (2024)
